Netzwerkanalyse und lokale Netzwerkentwicklung

Demenz – Entlassung in die Lücke

Im Rahmen des Modellprojektes „Entlassung in die Lücke/Netzwerkanalyse und lokale Netzwerkentwicklung“ sollen Wege und Bedarfe im Bereich der Umsorgung, Versorgung und Betreuung von Menschen mit Demenz (und deren Angehörige) veranschaulicht, analysiert und eventuell in ihrem Nutzen optimiert werden.

Unter Optimierung wird hierbei nicht ausschließlich die inhaltliche Verbesserung von Angeboten verstanden, sondern auch der Aufbau von Zugangs- und Vernetzungsmöglichkeiten.
Zentraler Ort dieses Projektes wird ein bisher vernachlässigtes Versorgungselement, das Akutkrankenhaus, sein, ebenso die Betrachtung wichtiger Schnittstellen.
In verschiedenen Studien (u. a. Dt. Alzheimer Gesellschaft 2010, Jung 2010, Klein und Wingenfeld 2007) wird dem Krankenhaus (-aufenthalt) für den Verlauf einer Demenz und für die poststationäre Versorgung eine Schlüsselrolle zugeschrieben.

Vor diesem Hintergrund hat das Modellprojekt verschiedene Ziele:

  1. Entwicklung und Einführung eines (Versorgungs-)Netzwerkes auf das sowohl stationäre als auch ambulante Versorger sowie Professionelle und Nichtprofessionelle Zugriff haben.
  2. Verbesserung des Zugangs zum Hilfesystem für Familien mit demenzkranken Angehörigen, aber auch für Alleinlebende Demenzkranke nach Krankenhausaufenthalten.

Das Modellprojekt ist am 1. Februar 2012 gestartet und umfasst eine Laufzeit von drei Jahren. Das Projekt ist als Modell zur Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz nach § 45c SGB XI angelegt und wird aus Mitteln der GPV gefördert.
Eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes wird durch Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer und Andrea Newerla (beide Justus-Liebig-Universität Gießen) gewährleistet.

Kontakt

Juliane Vogel (Gerontologin M.sc)
Mobil: (01523)3964277
E-Mail: juliane.vogel@diakonie-giessen.de

Diakonisches Werk Gießen
Carl-Franz-Straße 24
35392 Gießen
Fax: (0641)926005-90

Für weitere Fragen, Anregungen, Beobachtungen und Kritiken stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen des Projektes unter o. a. Kontaktmöglichkeiten zu Verfügung.

Für dieses Projekt werden dringend Angehörige oder Betroffene gesucht, die über ihre Erfahrungen in unterschiedlichen Versorgungssituationen berichten möchten. Die Gespräche können sowohl unter der Projektadresse als auch im häuslichen Umfeld stattfinden.